Kapitel I - Der Flammenschlund
Der Flammenschlund besteht aus einer Reihe vulkanischer Höhlen, die unter Orgrimmar verlaufen, der neuen Hauptstadt der Orcs. Vor nicht allzulanger Zeit soll sich in den feurigen Tiefen ein Kult eingenistet haben, der dem dämonischen Schattenrat nahe steht. Dieser Kult, der sich selbst die Burning Blade nennt, stellt eine direkte Bedrohung der Unabhängigkeit von Orgrimmar dar. Viele glauben, dass Kriegshäuptling Thrall von der Brennenden Klinge nur deshalb nicht sofort auslöscht, weil er sich erhofft, dass sie ihn direkt zu seinem wahren Feind führen werden, dem mysteriösen Schattenrat selbst. Dennoch könnten die dunklen Mächte, die sich im Flammenschlund sammeln, alles zerstören, was die Orcs mit so viel Blut und Leid erkämpft haben.
Kapitel II - Die Höhlen des Wehklagens
Vor nicht allzu langer Zeit entdeckte ein nachtelfischer Druide namens Naralex eine Reihe unterirdischer Höhlen im Herzen des Brachlands. Er gab den Höhlen des Wehklagens ihren Namen, da sich dort viele Risse im Boden befinden, durch die in regelmäßigen Abständen heißer Dampf entweicht, wobei ein lang gezogenes, wehleidig klingenendes Heulen ertönt. Naralex glaubte, die unterirdischen Quellen der Höhlen dazu nutzen zu können, das Brachland wieder grün und fruchtbar zu machen. Um seinen mutigen Plan in die Tat umzusetzen, musste er zuerst die Energien des sagenumwobenen Smaragdgrünen Traums anzapfen. Sobald er sich in den Traum versetzte, geschah jedoch das Unfassbare: Seine Vision verwandelte sich in einen Alptraum! Kurz darauf fingen auch die Höhlen des Wehklagens an, sich zu verändern. Das einst reine Quellwasser wurde faulig, und die zahmen Kreaturen vollzogen eine perverse Metamorphose, aus der sie als blutrünstige Monster hervorgingen. Man sagt, Naralex hielte sich immer noch in den Höhlen auf, gefangen in seinem eigenen Smaragdgrünen Alptraum. Sogar die Gefolgsleute von Naralex wurden durch das Versagen ihres Meisters korrumpiert und in die grausamen Druiden des Fangzahns verwandelt.
Kapitel III - Die Todesminen
Die Todesminen, einst die wichtigste Goldquelle der Menschen, wurden aufgegeben, als die Horde Sturmwind während des Ersten Krieges in Schutt und Asche legte. Nun haben sich die Defias in den verlassenen Minen niedergelassen und die dunklen Schächte in ihre eigene unterirdische Festung verwandelt. Gerüchten zufolge sollen die Diebe die gewitzten Goblins angeheuert haben, um tief in den Minen etwas fürchterliches zu konstruieren – doch welche Teufelei dies konkret sein soll, ist nicht bekannt. Der Zugang zu den Todesminen liegt inmitten des ruhigen, unscheinbaren Dorfes Mondbruch.
Kapitel IV - Burg Schattenfang
Während des Dritten Krieges kämpften die Hexer der Kirin Tor gegen die untoten Armeen der Geißel. Mit jedem Hexer, der im Kampf fiel, stand kurze Zeit später bereits ein weiterer Untoter auf Seiten der Geißel seinen einstmaligen Mitstreitern als Feind gegenüber. Frustriert über den aussichtslosen Kampf beschloss der Erzmagier Arugal gegen den Willen seiner Kollegen, Wesen aus einer fremden Dimension zu Hilfe zu rufen um die schwindenden Reihen der Hexer zu stärken. Arugals Beschwörung brachte die gefräßigen Worgen nach Azeroth. Zwar machten die unaufhaltsamen Werwölfe kurzen Prozess mit allem, was die Geißel ihnen entgegenstellte, doch nach kurzer Zeit wandten sie sich auch gegen die Magier, denen sie eigentlich dienen sollten. So kam es, dass die Worgen die Burg des adligen Barons Silverlaine jenseits des unscheinbaren Dörfchens Lohenscheit angriffen. Von Schuldgefühlen halb wahnsinnig adoptierte Arugal die Worgen als seine Kinder und zog sich in die inzwischen verfallene Burgruine zurück. Dort soll er immer noch hausen, unter dem immer wachsamen Auge seines gewaltigen Schoßhundes Fenrus, heimgesucht von dem rastlosen Geist von Baron Silverlaine.
Kapitel V - Tiefschwarze Grotte
Die Tiefschwarze Grotte in der Nähe des Zoramstrandes im Eschental waren vor langer Zeit ein Tempel, den die Nachtelfen zu Ehren ihrer Mondgöttin Elune erbaut hatten. Doch als die Welt gespalten wurde versank der Tempel in den Fluten des verhüllten Meeres. Dort ruhte er lange Zeit ungestört, bis eines Tages die Naga und Satyrn auftauchten, angezogen von seiner uralten Kraft, um die Geheimnisse des Tempels zu ergründen. Legenden zufolge soll das uralte Wesen Aku’mai sich ebenfalls in den Ruinen niedergelassen haben. Das liebste Schoßtier der urzeitlichen Götter ist schon oft auf Beutezügen in der Gegend gesichtet worden. Die Gegenwart von Aku’mai hat auch einen Kult mit Namen Schattenhammer angezogen, der sich die bösen Mächte der Alten Götter zunutze machen will.
